Mindset Monday 

Und ja, noch einmal KI!

Sorry, Ladies, und natürlich auch liebe Leser, aber ich habe noch einmal etwas zu dem Thema „KI“ zu sagen. Und auch am heutigen Mindset Monday vorweg, ich habe nichts gegen KI. Ich habe auch nichts gegen Bildbearbeitung oder Filter. Und ich habe auch nichts gegen Schönheits-OPs.

Aber, war schon klar, dass ein „aber“ kommt, oder?

Ich wende mich heute einmal ein meine Instagram Community. Ich mag euch auf Instagram nicht sehen, wie ihr nicht ausseht. Ich folge euch dort, weil ich euch mag, weil euer Account Mehrwert für mich ist, weil ich den Austausch mag – und weil ihr echt seid. Einige kenne ich persönlich, über andere würde ich mich freuen, sie kennenzulernen. Aber wenn es dann mal so weit ist, möchte ich euch auch erkennen.

Aus diesem Grund wundert euch nicht, wenn ich die meisten KI-Posts nicht like. Denn KI so zu programmieren bzw. zu prompten, dass die Ergebnisse, für mich als gut und gelungen durchgehen, liegt – ganz ehrlich – nicht im Geschick und Können der meisten von uns.

Natürlich lernt KI. Sie wird immer besser. Und vielleicht kommt der Tag, an dem ich euch auch nicht mehr entlarve. Klar, ihr gebt bei euren Posts die KI-Info an, aber schaut da wirklich jemand drauf?

Wenn das einmal so weit ist, hat für mich so ein Post auch eine Berechtigung. Zum Beispiel, wenn ihr ausschaut wie ihr eben ausschaut, aber nur ein Kleid von Designer XYZ tragt, welches ihr euch im wirklichen Leben nicht leisten könnt. Wobei das dann schon wieder mit meinem Gedanken von Authentizität kollidieren würde…

Ihr merkt: wir kommen da irgendwie nicht weiter…

Hm, was ich euch eigentlich sagen möchte: wir predigen Diversität, Authentizität, Klarheit (haha) und Sichtbarkeit (kommt für mich gleich nach Klarheit). Da hat für mich KI erst einmal keinen Platz. Stopp. Stimmt nicht ganz.

Es gibt absolut sinnvolle Einsatzgebiete: für Ideenfindung, Bildkompositionen, Moodboards, Hintergründe, Textentwürfe oder um kreative Konzepte sichtbar zu machen, die man dann real umsetzt. Oder wenn etwas bewusst surreal oder witzig gestaltet werden soll. Ein paar Fotografen aus meiner Bubble betreiben einen separaten KI-Insta-Account und zeigen da zum Teil beachtliches. Für mich (fast) Kunst!

Aber wenn ich sehe, Kollegin A hat plötzlich ganz andere Haare als in echt (also weder anders gestylt noch Perücke) und sieht zusdem mit der „neuen“ Nase 20 Jahre jünger aus, und alle anderen kommentieren das noch mit „toll“. Dann verstehe ich die Welt nicht mehr! Wenn Kollegin A in den Spiegel schaut und sieht, wie gut sie nun mal wirklich aussieht: Was hat sie und auch ihr Follower, was habt ihr von diesem Post?

Oder Kollegin B, die jetzt dauernd Bilder postet – höchstwahrscheinlich mit der kostenlosen ChatGPT Version erstellt – in einem allumfassenden Beige (typisch für KI).

Wer hat sich eigentlich damals alles über die Vanilla Girls lustig gemacht? Das war zwar inszeniert aber sehr gut und sehr authentisch!

Oder Kollegin C, sie selbst kaum mehr zu erkennen: Alter, Figur, Gestik – alles verändert. Sie steht angeblich in einer Art Geschäft, ihrem Kleiderzimmer oder Showroom, natürlich ebenfalls im allumfassenden KI-Beige.

Ich möchte damit niemanden schlecht machen oder kritisieren. Das ist einfach meine Meinung und die muss niemand teilen. Deshalb gibt es hier auch keine Bildbeispiele oder Namen. Mich würde aber wirklich interessieren, ihr, die ihr das liked und kommentiert – fällt euch das nicht auf? Oder stört es euch nicht? Ich folge euch, weil ich glauben möchte, was ihr mir erzählt, zeigt oder empfehlt.

Es gibt aber auch andere Beispiele. Kolleginnen D, E und F, die KI bei einem Bild von sich ausprobieren und das Ganze selbst mit einem Augenzwinkern kommentieren. Das finde ich wieder sympathisch. Spielerisch. Bewusst. Ehrlich.

Ich höre jetzt schon wieder das Gemurmel: Die muss jetzt gerade etwas sagen, arbeitet aber selbst ständig mit Fotografen zusammen. Sieht man doch an den Bildern dieser Serie. Fotografiert hat: Andi Groh.

Ja, das stimmt. Mache ich. Weil es schneller, ergiebiger und schöner ist, als wenn ich es selbst mache.

Und weil ich in meinem früheren Leben selbst Fotografin war und sehr viel Wert auf gute, hochwertige Fotografie lege. Und ganz ehrlich: Hübsch aussehen möchte ich trotzdem. Auch ohne Filter, ohne Schönheits-OPs und ohne KI. Man muss sich zum Beispiel einfach nur ins richtige Licht stellen – dann ist schon viel gewonnen.

Und zu den Bildern hier: Nici, @nicimeyerr , hat mich über eine Stunde frisiert und geschminkt, ich habe mir mein Outfit lange überlegt und zusammengestellt und Andi hat das Set samt Licht aufgebaut und ausgetestet. Fotografiert haben wir diese Serie dann innerhalb einer Stunde, ungefähr. Dann kommt noch Bildauswahl und Nachbearbeitung dazu. Das Ergebnis: Klasse! Mega Teamarbeit würde ich sagen.

Aber, das bin immer noch ich, mit meiner nicht vorhandenen Jaw-Line, meinen Falten und meinen Bewegungen und das finde ich gut!

Und zum Schluss noch das, was mir wichtig ist:
Wer nicht damit umgehen kann, dass ich manche KI-Sachen – genauso wie Halara, Shein & Co. – nicht like, darf mir gern entfolgen. Ganz ohne Drama. Ich bleibe mir treu. Und ihr dürft das auch.

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