Ich zeig’ Dir meine Stadt – Nürnberg im Frühling

24 Stunden durch Nürnberg mit Ursula von immerschick.de

An einem Frühlingstag der Bloggerin Ursula von immerschick.de Nürnberg zu zeigen, hatte ich mir auch anders vorgestellt, nicht unbedingt bei Hitze, aber zumindest ohne Regen. Aber geplant war geplant und das Wetter kann man sich bekanntlich nicht aussuchen. Und wie heißt es so schön, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung bzw. einen Regenschirm.

Bevor ich mich raus in den Regen begab, um Ursula an einem der letzten Märztage im Hotel abzuholen, zog ich bei einer Tasse Tee die Web-App „Nürnberger Quartiere“ zu Rate, um meine Tour mit Ursula zu planen. Und tatsächlich finde ich in dieser Quartiers-App immer wieder Tipps für die verschiedenen Nürnberger Viertel und Infos zu Locations, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Wie die Web-App genau funktioniert könnt Ihr in meinem Nürnberg-Beitrag über meine Lieblingsplätze nachlesen.

Wir haben viel gesehen, erlebt und fotografiert, zur einfacheren Orientierung habe ich ein kleines Inhaltsverzeichnis angelegt, dann könnt Ihr direkt zu unseren einzelnen Nürnberg-Stopps springen:

10 Uhr Hotel Elch

Hallo liebe Ursula. In Zusammenarbeit mit der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ) durfte ich Ursula nach Nürnberg einladen. Wir kannten uns vorher nur durch Instagram und unsere Blogs und haben vor dem Besuch kurz miteinander telefoniert. Dabei habe ich Ursula gefragt, ob sie Nürnberg kennt? Ja, Fußgängerzone und Zara und an der Pegnitz mit den Brücken war sie auch schon.

Ursula lebt einen nachhaltigen Stil in allen Lebensbereichen, was ich auch bei der Planung zu unseren 24 Stunden in Nürnberg ein wenig berücksichtigt habe.

Also nochmal: Herzlich Willkommen liebe Ursula.

In der Web-App „Nürnberger Quartiere“ habe ich übrigens gelesen, dass das Hotel Elch die älteste Herberge der Stadt ist. Seit 1324. Wow.

Los geht’s!

10.10 Uhr BERGBRAND Kaffeerösterei

Unsere 24 Stunden in Nürnberg starteten wir im BERGBRAND. Und genau wie jeder andere Tag, sollte auch ein Stadtrundgang-Tag mit einem Frühstück beginnen. Bei Cappuccino, Espresso, Müsli und Sandwich lernten wir uns endlich persönlich kennen und ich weihte Ursula ein bisschen in meinen Überraschungsrundgang durch Nürnberg im Frühling ein.

Ich erklärte ihr auch die Web-App, die sie dann gleich auf ihrem Handy gespeichert hat. Sicher ist sicher.
Außerdem kann man so immer mal schnell etwas über Sehenswürdigkeiten, Kulinarik und Shopping nachlesen.

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Und der Kaffee im BERGBRAND passt dann auch super zu Ursula: nachhaltig, ökologischer Anbau, fairer Handel und hoher Qualitätsanspruch. Und geschmeckt hat er auch prima.

10.30 Uhr Weißgerbergasse

Raus aus dem BERGBRAND und wir standen schon drin in der Weißgerbergasse.

Für mich, die schönste Straße Nürnbergs und jeder Besuch wird von mir dahin geführt, das ist das historische Nürnberg und das muss man einfach gesehen haben. Die wunderschöne Gasse (bei Sonne viel, viel hübscher!) läuft genau auf den Weinmarkt zu, wir befinden uns hier nämlich im Quartier „Weinmarkt“, auch das Hotel Elch und das BERGBRAND sind in diesem Quartier zu finden.

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Und während sich Ursula vom Regen nicht abschrecken ließ, die hübschen Fachwerkhäuser zu betrachten und zu fotografieren, erzählte ich ihr, dass sich in der Weißgerbergasse 22 ganz oder größtenteils erhaltene historische Häuser befinden, das sind mehr als 50% des Vorkriegsbestandes, in der ganzen Altstadt sind es nur 8%. Da habe ich mit Nürnbergwissen geglänzt, aber ich bin ehrlich, ich hatte es in der Web-App nachgelesen.

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10.50 Uhr Weinmarkt

In der Quartiers-App steht: „der Weinmarkt besticht durch einzigartiges Flair“ und das stimmt ja auch, nur bei Regen nicht ganz so gut nachzuvollziehen. Und Ursula und ich hatten einen wirklich schlechten Tag erwischt, mit Dauerregen.

Um den Weinmarkt reihen sich individuelle, inhabergeführte Geschäfte, historische Häuser, schöne Lokale und hippe Bars. Mittlerweile ist der Weinmarkt Fußgängerzone und hölzerne Podeste laden (bei gutem Wetter) zum Verweilen ein, mit einem schönen Blick auf die Sebalduskirche. Bei uns regnete es immer mehr und wir entschlossen uns, in ein Geschäft zu flüchten.

11.00 Uhr delikatEssen

Eine Institution in Nürnberg, das Fachgeschäft delikatEssen. Ein besonderes Gewürz wird benötigt, ein exquisites Geschenk wird gesucht oder sich einfach mal nur von regionalen Köstlichkeiten und europäischen Delikatessen verführen und inspirieren lassen? Das alles ist das heimelige Geschäft delikatEssen für mich. Hier kann man sich in die Welt des Genusses entführen lassen und die Zeit dabei vergessen. In jedem der raumhohen Holzregale gibt es etwas Leckeres zu entdecken und alleine die Verpackungen sind so hübsch, dass ich am liebsten alles gleich als Küchendeko mitnehmen möchte.

Bei dem großen Sortiment steht einem das Ehepaar Romana Schemm und Manfred Gendsior bei der Auswahl hilfreich, informativ und kompetent zur Seite. Frau Schemm ist für das große Sortiment an Köstlichkeiten und Gewürzen zuständig, Herr Gendsior für die Spirituosen und Weine und, besonders hervorzuheben: Gins & Tonics. Die beiden suchen ihre hochwertigen Produkte mit Freude und Begeisterung aus, kennen sogar viele der Lieferanten persönlich. Ein Mekka für Gourmets und Genießer.

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11.30 Uhr Geschäfte am Weinmarkt

Ursula und ich bummelten noch ein bisschen durch die Geschäfte am Weinmarkt. Alle kann ich hier leider nicht vorstellen, zwei möchte ich hervorheben, weil ich selbst dort auch immer wieder zum Shoppen anzutreffen bin.

Karin Suchanka – Feine Taschen

Hier gibt es hochwertige Taschen und Accessoires aus Leder und Stoff der Eigenmarke Karin Suchanka, die in Handarbeit vor Ort hergestellt werden. Außerdem eine große Auswahl an hübschem Schmuck, Tüchern und kleinen Geschenken. Ein zauberhafter Laden.

shushu – Schuhe und mehr

Was mal mit Schuhen anfing ist heute ein Concept Store. 18 Jahre ist Tina Lottes mit ihrem außergewöhnlichen Laden nun schon am Weinmarkt. Die Liebe zu Design und Mode der stilsicheren Inhaberin sieht und spürt man, sobald man das Geschäft betritt. Die Einrichtung besteht aus hochwertigen Retro-Design-Möbeln, geschickt kombiniert mit Schuhregalen und stylischen Kleiderstangen.

Was findet man bei shushu? Vor allem viel Schönes, wie Mode von 10DAYS und King Louie in einem urbanen, schicken Look, feminin und entspannt zugleich, für jeden Tag und die ganz besonderen Momente. Auch nachhaltige Labels wie Lanius hat Tina Lottes im Programm. Wichtig ist der Inhaberin, sich von den Läden in den Fußgängerzonen abzuheben und mit einem sehr individuellen, einzigartigen Sortiment zu punkten. Dazu gehören Schuhe der Marken Vic Matié, Janet&Janet, Wonders, außderdem viele stylische Taschen, Accessoires und Schmuck. shushu – Meine Anlaufstelle für Mode und mehr am Weinmarkt.

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12.00 Uhr Hidden Place

Turmführung in der Sebalduskirche. Nach den vielen Eindrücken aus der Welt der Mode und Leckerbissen ging es für uns anschließend hoch hinaus und zwar auf den Südturm der Sebalduskirche. Mit Herrn Hermann Goeke hatten wir einen Turmführer mit Leib und Seele: fundiertes Wissen, kleine Anekdoten auf jeder Treppenstufe und große Liebe zu St. Sebald.

Hier oben hat also der Türmer gewohnt und über die Zeit gewacht. Sehr imponierend fand ich persönlich den Dachstuhl und die Glocke, und natürlich die Aussicht. Die 234 Stufen haben sich wirklich gelohnt. Bei einem Gang rund um die Galerie hatten wir trotz Regen und nassen Haaren einen super Ausblick auf Nürnberg in alle Richtungen. Die Zeit war wie im Flug vergangen, aber Herr Goeke ließ es sich nicht nehmen, uns anschließend noch seine zwei persönlichen Highlights im Kirchenschiff von St. Sebald zu zeigen. Das Volckamer Epitaph und das Sebaldusgrab und zu jedem Kunstwerk hatte Herr Goeke selbstverständlich eine historische Geschichte zu erzählen, die auch ich als Nürnbergerin nicht kannte. Mehr Infos zur Sebalduskirche findet ihr in der Quartiers-App.

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13.30 Pause

Nach den vielen Stufen hatten wir uns eine Pause verdient. Nach einem kurzen Blick in die Web-App „Nürnberger Quartiere“ entschlossen wir uns zu einem kurzen Spaziergang zur neuesten und architektonisch sehr sehenswerten Ecke in Nürnberg, dem Augustinerhof, und strandeten als erstes im Café PIQUE NIQUE. Französische Backkunst vom Feinsten und damit nicht genug, Kaffee und das köstliche Gebäck kann man sowohl im reizenden Café genießen, draußen vor der Patisserie, im Augustinerhof oder in der Lobby vom Neighborhood Hotel Karl August.

Wir entschieden uns für letzteres und ließen uns in einer stylischen, chilligen Sitzgruppe in der Lobby nieder.

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Der Gebäudekomplex Augustinerhof zeichnet sich durch moderne Städte-Architektur aus, die mit den attraktiven Fronten, dem schicken Parkhaus, Restaurants, Hotel, der Fußgängerpassage, dem Zukunftsmuseum und den Treppen an der Pegnitz, schnell zum Foto-Hot-Spot in der City avancierte. Leider ist der Gebäudekomplex zwischen Hauptmarkt und Trödelmarkt etwas umstritten. Für mich ist der Augustinerhof eine Bereicherung für unsere Stadt. Mir gefällt das neue Quartier sehr gut, ich finde, man könnte sagen, Nürnberg hat sich schick gemacht.

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14.00 Uhr Retterspitz

Traditionsunternehmen up to date. Wer kennt sie nicht, die Marke Retterspitz? Die gibt es ja auch schon 120 Jahre. Bislang waren die Produkte vor allem in Apotheken oder online erhältlich, aber im letztem Jahr hat Retterspitz seinen ersten eigenen Laden, einen Flagship-Store, im Nürnberger Augustinerhof eröffnet.

Retterspitz ist bekannt für sein Heilmittel zur innerlichen und äußerlichen Anwendung. Nach all den Jahren reicht das Sortiment natürlich weit über die Hausapotheke hinaus. Kosmetik, Haut- und Körperpflege, Haarpflege und Düfte ergänzen die Produktpalette.

Nachhaltigkeit wird bei Retterspitz großgeschrieben. Früher wie auch heute basieren alle Produkte auf natürlichen Inhaltsstoffen und punkten mit der Heilkraft von Pflanzen, Kräutern und ätherischen Ölen. Fun Fact: Die Pflanzen und Kräuter im kleinen Garten im Geschäft findet man alle als Inhaltsstoffe in den Retterspitzprodukten.

Das ganze Quartier ist ein Highlight, aber der Retterspitz Store ist ein absoluter Hingucker, man fühlt sich wie in der Lobby eines exklusiven Spas. Die Kombination von hellem Stein und dunklen Holz, geschwungenen Formen, angenehmen Düften und das leise Wasserplätschern sorgen sofort für einen Wohlfühleffekt für alle Sinne. Wer dann auch noch ein Faible für Kosmetikprodukte hat, kann in dem gelungenen Shop die Zeit vergessen und alle Produkte am großen Marmorwaschbecken ausprobieren.

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14.30 Uhr Zukunftsmuseum

Weiter ging’s mit kultureller Bildung und zwar im Zukunftsmuseum, einem Ableger des Deutschen Museums in München. Ich bin ein Museumsfreak und liebe es meinen Horizont zu erweitern, noch besser, wenn ich alles berühren, erleben und ausprobieren kann wie hier: Zukunft zum Anfassen.

Wir wurden von Sebastian Linstädt herzlich empfangen und bekamen eine „kleine“ informative Übersichtsführung. Schnell wurde klar, dass unsere eingeplante „eine Stunde“ hinten und vorn nicht ausreichen würde, das Museum angemessen zu würdigen und zu entdecken. Ich hake unseren Besuch als Schnupperbesuch ab und werde bald wieder in dem bemerkenswerten und lehrreichen Zukunftsmuseum aufschlagen. Wie werden wir leben? Wie entwickelt sich unsere Gesellschaft weiter? Wo geht die Technik hin? Was ist möglich? Was ist ethnisch vertretbar? Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Das Museum teilt sich in fünf Themenbereiche/Ausstellungen auf. Wer es zeitlich hinbekommt kann sich für jeden Themenbereich einen extra Tag einplanen und lieber öfter wiederkommen. So hat man mehr Zeit alles intensiv anzuschauen und auszuprobieren und die Aufmerksamkeitsspanne wird auch nicht durch zuviel Input und Neues überstrapaziert.

1, 2, 3, 4 und/oder 5? Die fünf spannenden und aufschlussreichen Themenbereiche sind:

  • Arbeit und Alltag
  • Körper und Geist
  • System Stadt
  • System Erde
  • Raum und Zeit

Das Museum ist sehr modern, teilweise fast spektakulär in der Anmutung. Der Zugang zu Zukunftsthemen ist immer informativ, anschauend und ansprechend mit vertiefenden Infos, aber durchaus auch mal kurzweilig und mit einem Augenzwinkern. Leider kann ich hier nicht auf alle, noch nicht einmal auf etliche, Exponate eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Für mehr Infos empfehle ich die Webseite des Zukunftmuseums oder noch besser den Besuch!

Meine Highlights:

Künstliche Intelligenz
Ein großes Thema, dass in unserem Alltag, siehe Alexa, Heizungssteuerung, Smartphone oder Social Media, manchmal auch unbewusst, schon Einzug gehalten hat.
Aber es geht noch weiter mit dem lustigen Robo Dog oder der Puppe, die den Partner ersetzen kann/soll?

Was kostet Optimierung?
Busen vergrößern lassen, Fitness tracken oder Prothesen nutzen. Heute alltäglich. Aber wie weit können wir gehen? Kann ich mir meinen Nachwuchs künftig aussuchen bzw. nach Wunsch bestellen mit überdurchschnittlicher Intelligenz, unantastbarer Gesundheit, Superkräften? Und was würde das kosten? An einer Mitmachstation kannst Du Dir zum Beispiel Dein Wunschbaby zusammenstellen und erfährst auch den Preis. Unheimlich, oder?
Eher witzig war dann das Fitnessfahrrad, dass Dir je nach Deiner Leistung Deinen Traumpartner (oder auch nicht) vorschlägt.

Megacity oder Bauernhof?
Werden wir E-Auto fahren oder wird sich das Flugtaxi durchsetzen? Welche Möglichkeiten gibt es noch? Wie werden wir wohnen? Welche Wohnkonzepte gibt es?

Unsere Ressourcen
Klima, Weltbevölkerung, Rohstoffe, Energie, Nahrung und Müll. Gibt es einen Kollaps oder können wir das stemmen? Der riesengroße, schwebende Globus in der Ausstellung System Erde wird von 8 Hochleistungs-Beamern bespielt, die anhand von aktuellen Daten das System Erde und die Spuren, die unser Leben auf dem Planeten hinterlässt, sichtbar machen. Eine Einstellung sind zum Beispiel die Spuren der Flugzeuge, die gerade weltweit unterwegs sind.

Noch weiter?
Leben auf dem Mars, Raumstationen, Flüge durchs All? Und was ist mit dem Weltraumschrott?

Nach so vielen Eindrücken waren wir beeindruckt, inspiriert, angetan, nachdenklich und auch ein bisschen platt. Das Deutsche Museum Nürnberg ist mit seinem lebendigen, abwechslungsreichen, vielfältigen, informativen und sehenswerten Blick auf unsere Zukunft, meiner Meinung nach, Pflichtprogramm für Einheimische und Touristen.

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17 Uhr Stärkung verdient

Schnell umgezogen, denn wir hatten auch noch Abendprogramm, und auf zu einem frühen Abendessen ins FRÄNK’NESS by Alexander Herrmann. Eine schicke, urbane Location mit klassischer, fränkischer Küche, interpretiert auf moderne Art mit der Handschrift von Alexander Herrmann und Steinofen „Betty“. Selbstverständlich alles frisch und regional.

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18.30 Uhr Hinter den Kulissen

Vom FRÄNK’NESS ging’s mit einem kleinem Verdauungsspaziergang zum Staatstheater Nürnberg, wo wir mit Frau Ronja Opitz einen Blick hinter die Kulissen werfen durften. Treppen rauf, Treppen runter, mal Aufzug, mal ein langer Gang, ich hatte nach kürzester Zeit den Überblick verloren, ob wir uns nun im/unter dem Schauspielhaus oder im Opernhaus befanden.

Es war ein einmaliges Erlebnis, zu sehen, was dahintersteckt, damit am Ende auf der Bühne alles passt. Unzählige Abteilungen und Personen sind an der Umsetzung einer Theaterproduktion beteiligt. Besonders fasziniert hat uns Mädels natürlich der Kostümfundus.

19.30 Uhr Der krönende Abschluss

Auf Einladung des Staatstheater Nürnberg und der CTZ nahmen wir Platz im Schauspielhaus zum „Spiel der Illusionen“ – einem Stück von Pierre Corneille. Gespielt in Versen, und hat man sich daran erst einmal gewöhnt, ist dieses Stück mit Uraufführung von 1635 ein verwirrendes Drama, frisch, phantasievoll und modern umgesetzt. Ein wundervoller Theaterabend.

Das Staatstheater Nürnberg ist eines der größten Mehr-Sparten-Theater Deutschlands mit den Bereichen Oper, Ballett, Schauspiel und Konzert und bietet so für jeden eine Bühne. Die Spielzeit 2021/22 geht noch bis Ende Juli, also noch genug Zeit, um dem Opern- oder Schauspielhaus einen Besuch abzustatten. Hier geht’s zum Spielplan.

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22.30 Uhr Gute Nacht

Ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende. Aber die 24 Stunden in Nürnberg waren noch nicht vorbei, nach einem wohlverdienten Schläfchen (für Ursula im Hotel Elch) ging es am nächsten Morgen weiter.

8.15 Uhr Frühstück im Hotel Elch

Am nächsten Tag durfte ich Ursula im Boutique-Hotel Elch zum Frühstück Gesellschaft leisten. Und somit befinden wir uns jetzt wieder im Quartier Weinmarkt. In der Web-App, habe ich, wie Eingangs schon erwähnt, gelesen, dass das Hotel Elch die älteste Herberge Nürnbergs ist. Denkt man gar nicht, wenn man drinnen steht. Liebevoll und behutsam renoviert treffen hier Fachwerk und Moderne zusammen und ergeben ein sympathisches, einladendes Ganzes in perfekter Lage, um die Stadt zu erkunden.

Im Hotel Elch befindet sich auch das Bio-Restaurant Engelhardts mit thailändischen Gaumenfreuden, frisch gekocht mit Produkten von Bio-zertifizierten Lieferanten.

Das vielseitige Frühstück im Hotel Elch wurde in Buffetform präsentiert und gab uns Energie für unsere letzte Etappe „24 Stunden in Nürnberg“.

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9.00 Uhr letzter Programmpunkt: StadtFairFührung

Das war auch für mich ganz neu. Es gibt ja vielerlei Stadtführungen hier in Nürnberg, im historischen Gewand oder eine kulinarische. Aber StadtFairFührung hatte ich noch nie gehört.

Unsere „faire“ Stadtführerin Andrea Keidel holte uns, bei immer noch eher schlechtem Frühlingswetter, im Hotel Elch ab und hatte sich wetterentsprechend eine große Runde überlegt, damit uns warm wird beim vielen, strammen Laufen. Dagegen hatten Ursula und ich nichts einzuwenden.

Bei den StadtFairFührungen von Frau Keidel wird Stadtgeschichte kombiniert mit Informationen über Initiativen für faires und nachhaltiges Handeln im Stadtbild.

Unsere große Runde startete beim Hotel Elch und führte uns als erstes zum Hauptmarkt, wo Ursula natürlich, zwecks Wunscherfüllung, am Ring vom „Schönen Brunnen“ drehen musste. Aber welcher ist denn nun der Richtige? Frau Keidel klärte uns auf. Verraten wird nichts!

Hier wurden wir von Frau Keidel auch gleich auf das Café „Tante Noris“ aufmerksam gemacht. Das erste Inklusionscafé in Nürnberg. Hier gibt es Kaffeespezialitäten, Kuchen und Snacks und zudem Kleinigkeiten aus Gartenbau und Behinderten-Werkstätten.

Durch die Innenstadt, vorbei an Lorenzkirche, Nassauer Haus und Mauthalle spazierten wir mit flotten Schritten zur „Straße der Menschenrechte“, vom Künstler Dani Karavan, am Germanischen Nationalmuseum.

Für mich jetzt nichts ganz Neues, aber Frau Keidel konnte mich auch hier mit ihrem Wissen überraschen. Sie erzählte über den Künstler, die Entstehung der Installation, die Menschenrechte, die Bedeutung des Kunstwerkes für die Stadt, das 25jährige Jubiläum und den Internationalen Menschrechtspreis.

Gleich in der Nähe zeigte Sie uns noch das Restaurant Estragon, eine gemeinnützige GmbH, die Menschen mit Behinderung oder anderen Vermittlungshemmnissen einen Einstieg in das Arbeitsleben ermöglichen möchte. Tipp: Ab und an veranstaltet das Estragon ein Nolight Dinner, ein Erlebnis der besonderen Art.

Ein paar Häuser weiter findet man Lilith Second Hand, ein karitatives Fachgeschäft für exklusive Damenmode mit sozialem Arbeitsprojekt.

Auf unserem Weg zurück zum Hotel kamen wir am Ehebrunnen vorbei, an weiteren Geschäften und Ideen mit Nachhaltigkeitsansatz. Frau Keidel ist bestens informiert über alte und neue nachhaltige Themen und bringt einem außerdem ein Stück Stadtgeschichte mit viel Wissen und kurzweiligen Geschichten nahe. Oder wußtet Ihr woher das Wort „steinreich“ kommt? Die Auflösung gibt es bei der StadtFairFührung.

Über Unschlittplatz und Maxbrücke landeten wir wieder in der Weißgerbergasse, wo unsere Tour 24 Stunden vorher startete.

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10 Uhr Schön war’s

Die 24 Stunden Nürnberg im Frühling waren dann um, ich konnte Ursula viel zeigen, habe aber selbst auch wieder ganz viel Neues in meiner Stadt kennengelernt.

Die liebe Ursula war noch ein zweites Mal in Nürnberg und hat dann den Handwerkerhof besucht. Ihren interessanten Blogbeitrag über ihre Nürnberg-Besuche findet Ihr ab sofort hier.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Kongress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ) für die Zusammenarbeit und die großzügige Unterstützung bei unserer Nürnberg-Tour.

Weitere Tipps und Veranstaltungen für den Frühling 2022 in Nürnberg hat Euch die CTZ hier zusammengestellt.

Ein Besuch in Nürnberg ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert und auch für uns Einheimische hat Nürnberg immer wieder Neues, Interessantes, tolle Veranstaltungen und Altbekanntes (mal ehrlich, wer war schon in allen Museen und Kirchen seiner Stadt?) zu bieten.

Und nun zu Euch: Wer war schon mal in Nürnberg? Was kennt Ihr von Nürnberg? Wie hat Euch unsere Tour gefallen? Habt Ihr die Web App “Nürnberger Quartiere” schon auf Eurem Handy?

Bleibt gespannt, wer mich im Sommer besuchen kommt, was wir dann besichtigen und erleben und schaut wieder vorbei.

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12 Comments

  1. Liebe Sigi, so gut und schnell kann man Nürnberg sicher selten kennenlernen. Das Wetter war nebensächlich bei dem tollen Programm, und ich kann deine wunderschöne Stadt nur wärmstens empfehlen. Heute geht es in den Handwerkerhof für mich. Und ich freu mich schon sehr auf unser Wiedersehen. Danke nochmal an dich und an das CTZ Nürnberg! Ganz liebe Grüße Ursula

    • Liebe Ursula, schön, dass Du die Einladung eingenommen hast, hat mir Spaß gemacht, Dich durch Nürnberg zu führen. Ich habe dabei auch wieder viel tolles erfahren. Städte sind eben nicht nur für Besucher und Touristen, sondern auch die Einheimischen interessant.
      Ich habe mich auch über unser Wiedersehen am Handwerkerhof gefreut und freue mich jetzt auf einen Gegenbesuch in Regensburg.
      Herzliche Grüße und gute Heimfahrt
      Sigi

  2. Richtig Klasse ihr zwei und Nürnberg….das macht richtig Lust die Stadt kennen zu lernen..ich kenne bisher nur die Fußgänger Zone und Zara und Co…
    Ganz toll erzählt..

    Liebe Grüße Annette

    • Danke, liebe Annette,
      ja Nürnberg ist eine interessante Stadt, traditionell und modern und ich würde mich freuen, sie Dir und “Schatzi” zu zeigen.
      Liebe Grüße und schönen 1. Mai
      Sigrid

      • Liebe Siggi,
        das war eine super interessante Führung durch dein Nürnberg. Jetzt finde ich es sehr schade, dass ich nicht so oft in Nürnberg war. Aber wer weiß, vielleicht komme ich dich auch einmal besuchen 🤩 Schönen Start in den Mai ☀️💫

        • Danke liebe Sandra, freut mich sehr, dass Dir die Eindrücke gefallen haben. Und Nürnberg wartet auf Dich. Hab eine schöne Woche. Liebe Grüße, Sigi

  3. Hi Sigi,
    eine tolle Reihe, die ihr da gestartet habt und sehr spannend! Zeigt mir immer mehr, dass ich unbedingt mal nach Nürnberg kommen möchte 🙂 Vor allem das Zukunftsmuseum finde ich sehr interessant und die Kaffeerösterei würde natürlich auch auf der Liste stehen 🙂
    Liebe Grüße!

    • Danke für die Blumen liebe Vanessa, ja, das ist und wird eine sehr schöne Reihe und macht mir auch sehr viel Freude. Gerne würde ich Dir auch einmal Nürnberg zeigen.
      Und herzlichen Dank für Deinen Kommentar-Marathon.
      Liebe Grüße
      Sigi

  4. Nürnberg war mir ja durch dich schon sympathisch, aber nach euren 24h Stunden sieht man, wie fein und abwechslungsreich es bei euch ist.
    Du hast uns deine Stadt auf jeden Fall ganz wunderbar ans Herz gelegt, liebe Sigi.
    Und dass es euch Spaß gemacht hat, das sieht man.
    Liebe Grüße und eine schöne Woche
    Nicole

    • Dann bin ich mal gespannt, wann Du einen Citytrip nach Nürnberg einplanst liebe Nicole. Die, im Moment noch selbst ernannte, Nürnbergbotschafterin führt Dich und Deine Family gerne etwas herum.
      Liebe Grüße
      Sigi

  5. Was für ein tolles Erlebnis. Du hast deine Stadt super beschrieben, und die einzelnen Stationen wirken total interessant.
    Ganz liebe Grüße,
    Katharina

    • Ja, liebe Katharina,
      auch ich habe noch Neues kennengelernt. Es ist immer wieder interessant, seine eigene Stadt zu entdecken.
      Herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
      Liebe Grüße
      Sigi

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