Mindful Monday – Gedanken bewusster steuern

Die Macht der Gedanken –
kann ich es schaffen aus dem Gedankenkarussell auszusteigen?

Oft habe ich den Eindruck, dass man den Gedanken hilflos ausgeliefert ist, sei es, wenn ich ausprobiere zu meditieren, wenn ich hundemüde bin und schlafen möchte oder wie ich kürzlich eine schlechte Nachricht erhalten habe und mein Kopfkino einsetzte. Sind negative Gedankenmuster so stark und so vereinnehmend, dass sie soviel Macht über mich haben, dass ich aus dem Gedankenkarussell nicht mehr herauskomme? Und warum passiert das meist in Situationen, wo ich eigentlich entspannen möchte?

Aber so ist es nicht. Es ist mein Kopf und es sind meine Gedanken, also muss ich doch, wie ich einen Arm hochheben kann, doch auch auf die Gedanken Einfluss nehmen können. Also die negativen Gedanken in positive austauschen können. Denn wenn wir uns die guten Dinge des Lebens immer wieder vor Augen halten, steigern wir unser Allgemeinbefinden und unsere Stimmung.

Ich habe schon mal einen Beitrag in diese Richtung geschrieben, da ging es um Glaubenssätze ändern. Wer tiefer einsteigen möchte, einfach dort nachlesen.

Wunderbar zum Thema passt auch folgendes Zitat von Louise L. Hay:

Die Gedanken, die wir uns auswählen, sind die Werkzeuge, mit denen wir die Leinwand unseres Lebens anmalen.

Wie funktioniert das nun, auf die Gedanken Einfluss nehmen? Die ja immer dann auftauchen, wenn man in den Ruhemodus kommt. Ja, tatsächlich ist der Ruhemodus mit Schuld, denn wenn wir zur Ruhe kommen, lässt unsere Aufmerksamkeit nach und lässt dem Geist Raum für lustiges Umherschweifen, alles wo noch kein Haken dran ist, drängt sich ins  unkontrolliert ins Bewusstsein und feiert dort Party.

Beim Meditieren lernt man übrigens so, sich zu fokussieren und frei zu machen: die Gedanken, die kommen, kurz betrachten und dann für später beiseiteschieben. Im Prinzip ist das hier mit dem Gedankenkarussell ähnlich.

Was wir allerdings machen, ist, unsere Aufmerksamkeit auf die negativen Gedanken, die kommen, zu lenken. Aber wir könnten unsere Aufmerksamkeit doch in dem Augenblick bewusst woanders hinlenken, zum Beispiel auf die guten Dinge der vermeintlich schlechten Situation. Denn meiner Meinung ist alles für etwas gut und jede Situation trägt auch etwas Positives in sich.

Wir können unsere Gedankenwelt allerdings auch mit dem Körper, mit einer einfachen Übung beeinflussen. Einfach mal ausprobieren, wenn sich so ein negativer Gedanke einschleicht: eine aufrechte, gerade Körperhaltung einnehmen, laut „Stopp“ sagen und lächeln. Oder mit einer Affirmation, wie ich bei “Mindful Monday – Optimismus und Zuversicht” schon geschrieben hatte.

Gute Gefühle und Gedanken wirken sich auch direkt auf Körper und Geist aus, auf den Allgemeinzustand, die Fitness, die Gesundheit, die Energie, das Bewusstsein und die Wahrnehmung. So haben wir es selbst in der Hand positives Feeling zu multiplizieren, wir machen es oft nur nicht und lassen es zu, dass sich unsere negativen Gedanken multiplizieren.

Warum also künftig nicht unsere Gedanken bewusst positiv steuern und eine freudige Stimmung versprühen? Wir wissen doch alle: gute Laune wirkt ansteckend! Und das wäre dann sozusagen eine Art Dominoeffekt…

Übrigens: Auch die Vergangenheit ist so ein Thema für’s Kopfkino: sich von Gedanken zu Themen und Situationen einnehmen zu lassen, die passé sind. Es bringt nichts, vergangene Verletzungen, Demütigungen und unschöne Momente immer wieder heraufzubeschwören, was vorbei ist, ist vorbei. Besser die Energie dazu verwenden, diese Momente als das Leben zu betrachten und loszulassen.

Wie geht Ihr mit negativen Gedanken um, könnt Ihr sie bewusst verändern? Oder wollt Ihr das zumindest mal probieren?

10 Comments

    • Das freut mich liebe Ursula, für Dich auch eine gute Woche mit schönen und bunten Gedanken.
      herzliche Grüße
      Sigrid

  1. Liebe Sigi,
    Ich würde mal sagen, dass ich Gedankenkarussell ziemlich gut kann. Aber mittlerweile kann ich es auch immer besser bremsen. Oder langsamer fahren lassen. Aber es gibt (und wird es wahrscheinlich immer) Situationen geben, in denen es gut Fahrt aufnimmt.
    Deine Tipps sind sehr hilfreich und sie können sicher auch gut gelingen.
    Und auch wenn es nicht zum Mindful Monday passt: Ich mag dein Outfit sehr. Die Kette ist Bombe.

    Hab eine schöne Woche mit vielen guten Gedanken und sei gedrückt
    Nicole

    • Danke liebe Nicole, da sind wir uns wieder sehr ähnlich, wir können Gedankenkarussell gut, kennen aber auch die Werkzeuge es auszuschalten bez. runterzufahren. Und auch herzlichen Dank für das Kompliment mit der Kette, die mag ich auch sehr und trage sie sehr oft.
      Liebe Grüße und schöne Woche
      Sigi

  2. Hallo Sigi,

    das ist ein ganz sensibles Thema, mit dem ich auch immer wieder kämpfe! Manchmal gelingt es mir ganz gut, die negativen Gedanken beiseite zu schieben. Manchmal fällt es unheimlich schwer – meist dann, wenn es mir eh nicht gut geht.

    Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, mit einer Freundin zu reden und sich den Kopf sozusagen zurechtrücken zu lassen. Meine Geheimwaffe ist es aber, beiim Joggen oder Spazierengehen bewusst einen Ort zu suchen, wo ich diese negativen Gedanken abladen kann. Hinter einem Busch, an einer besonders häßlichen Ecke (das braucht es manchmal) Da lade ich dann ganz bewusst das ganze “Paket” ab und laufe davon. Und sollten später die Gedanken wiederkommen, sage ich auch “Stop! Das liegt hinter dem Busch und ich kann im Moment nichts daran ändern!”

    Wünsche Dir einen schönen Abend
    Erika

    • Liebe Erika, das ist so eine schöne, bildhafte Idee mit den negativen Gedanken umzugehen, das gefällt mir und Spazierengehen hilft überhaupt immer, den Kopf frei zu bekommen oder die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken.
      Danke für den Tipp meine Liebe
      Beste Grüße
      Sigi

  3. Liebe Sigi,
    ich kenne das auch mit dem Gedankenkarussell. Ich denke schon im Voraus „was, wenn der Arzt mich fragt, warum ich länger nicht da war“, „habe ich irgendwas falsch gemacht, weil sie sich nicht meldet“ . Auch über doofe Momente in der Vergangenheit habe ich oft nachgedacht … Vor einiger Zeit habe ich dazu einen Artikel gelesen und der Tipp war … Gib den negativen Gedanken einen Namen (bei mir heißen sie Gertrud 🤣). Wenn die negativen Gedanken aufkommen, sage ich mir:“Tschüss Gertrud, heute habe ich keine Lust auf dich!“. Und was soll ich sagen, es funktioniert und es befreit.
    Liebe Grüße zu dir
    Deine
    Sandra

    • Eine schöne Idee mit der Gertrud liebe Sandra und danke für Deinen lieben Kommentar, ich gehe jetzt mal aufs Sofa und überlege mir auch einen Namen. Danke für den Tipp.
      Hab noch eine schöne Woche und liebe Grüße
      Sigi

  4. Das hast Du mal wieder toll geschrieben liebe Sigi. Das mit dem Gedankenkarusell ist so eine Sache. Es kommt tatsächlich auf meinen mentale Verfassung an. Manchmal kann ich negative Gedanken ganz gut abhaken bzw. zur Seite legen aber manchmal gelingt es mir nicht so gut. In so Momenten versuche ich immer in mich zu gehen und an schöne Dinge zu denken und meine negative Gedanken somit abzuschwächen. Gelingt nicht immer aber immer öfter. 🤗
    Liebe Grüße
    Marina

    • Ja, liebe Marina, so soll es sein. Die negativen oder unschönen Gedanken kann man nicht immer wegschieben und man muss sie ja auch bis zu einem gewissen Punkt zulassen, um sie zu verarbeiten. Nur davon auffressen lassen, darf man sich nicht. Und ich finde es schön, wie Du das löst, mit dem wegschieben und an schöne Dinge denken.
      Ich wünsche Dir ein wunderbares Wochenende und schicke liebe Grüße
      Sigi

Schreibe einen Kommentar

Pin It